Ich liebe diese stillen Abende, wenn die Kinder endlich schlafen, das Haus zur Ruhe kommt und ich mich wieder an meinen PC setzen kann, um meine Geschichten zu schreiben.
Aber ganz ehrlich? So leicht ist es dann doch nicht, mich jeden Abend aufzuraffen und meinen Laptop aufzuklappen.
Ich bin Mama. Und das heißt: Pflicht, Alltag, Müdigkeit. Da ist ein Wäscheberg, der ruft, ein Kind, welches plötzlich Bauchweh hat oder tausendmal rauskommt, weil es gerne noch kuscheln möchte. Dazu kommt das Chaos, dass sich in der Wohnung sammelt und oft auch in meinem Kopf.
Und dennoch versuche ich tagtäglich zu schreiben, nicht, weil es immer leicht ist, sondern weil ich es brauche. Aber durch die eigene Müdigkeit bin ich da oft sehr langsam und die Seiten füllen sich leider nur sehr langsam, was mich dann auch oft sehr demotiviert.
Deshalb freue ich mich immer, wenn ich zum Co-Working von meinem Autorenclub @writechoiceclub gehen kann. Dort treffe ich mich dann mit vielen, lieben und sehr motivierten Autorenkollegen und gemeinsam arbeiten wir online an unserem Buchprojekten und motivieren uns gegenseitig, unsere vorgenommenen Ziele in dieser Zeit zu schaffen, so auch letzten Freitag.
𝗪𝗶𝗿 𝘁𝗿𝗮𝗳𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀 𝗳ü𝗿 𝗳ü𝗻𝗳 𝗦𝘁𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻.
Ich hatte mir vorgenommen, mein Tagesziel von 1600 Wörtern (ca. 2 Kapitel zu schreiben) zu erreichen. Und durch die gemeinsame Arbeitszeit, war ich plötzlich so drinnen, dass ich ungelogen vier Kapitel (3.500 Wörter) in dieser Zeit geschrieben habe. Das Mitfreuen meiner Kollegen, das Interesse an dem, was ich gerade geschrieben hatte, tat mir so gut, dass ich am Ende richtig beflügelt das Co-Working beendet habe. Und das war erst der Anfang.
Am ganzen Wochenende bis einschließlich Dienstag danach war ich wie im Rausch. Ich habe weitergeschrieben, sodass innerhalb von 5 Tagen die Hälfte meines geheimen Projektes entstanden ist.
𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗸𝗮𝗺 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝘂ß- 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗲𝘁𝘁𝗮𝗴 𝗶𝗻 𝗦𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻.
Und mit ihm die Stille, die andere Seite meiner Arbeit. Die, in der man nicht schreiben kann, weil man zu sehr im Familienchaos steckt. Und ich bin aus dem Flow und meiner Geschichte rausgeflogen. Es ist, als hätte mein Kopf begriffen, dass es die Charaktere nicht gibt, dass sie nur fiktiv sind. Die Realität hat mich einfach wieder eingeholt, dass Mama sein, das Funktionieren und plötzlich sind in meinem Kopf wieder nur noch Listen, die abgearbeitet werden müssen.
𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗶ß𝘁 𝗱𝘂 𝘄𝗮𝘀?
Dann hilft mir kein Milchkafee mehr, nur die Ehrlichkeit mit mir selbst. Und meine „Focus Friende-App”, die mein Handy blockiert, damit ich wieder ins Schreiben komme und nicht wieder ins Scrollen abrutsche. Denn ja, in dieser Phase prokrastiniere ich sehr schnell und viel zu lange.
𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗶𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗹𝗹 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵 𝘀𝗰𝗵𝗿𝗲𝗶𝗯𝗲𝗻.
Ich will es für die Kinder schreiben, die sich ungeliebt fühlen. Für die, die denken, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Und für mein eigenes früheres Ich.
𝗨𝗻𝗱 𝗴𝗲𝗻𝗮𝘂 𝗱𝗲𝘀𝗵𝗮𝗹𝗯 𝗯𝗹𝗲𝗶𝗯𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗿𝗮𝗻.
Zwischen Alltag und Träumen. Zwischen Pflicht und Sehnsucht. Zwischen Milchkaffee und Cola. Mit Kuschelsocken, Sofadecke und dieser einen Stimme in mir, die flüstert:
„Mach weiter. Du schreibst gerade genau die Geschichte, die du selbst gebraucht hättest.“
💬 𝖪𝖾𝗇𝗇𝗌𝗍 𝖽𝗎 𝖽𝖺𝗌 𝖦𝖾𝖿ü𝗁𝗅, 𝗐𝖾𝗇𝗇 𝖽𝗎 𝖾𝗂𝗀𝖾𝗇𝗍𝗅𝗂𝖼𝗁 𝖾𝗍𝗐𝖺𝗌 𝗆𝖺𝖼𝗁𝖾𝗇 𝗐𝗂𝗅𝗅𝗌𝗍, 𝗐𝖺𝗌 𝖽𝗂𝗋 𝗌𝖾𝗁𝗋 𝗐𝗂𝖼𝗁𝗍𝗂𝗀 𝗂𝗌𝗍, 𝖺𝖻𝖾𝗋 𝖽𝖺𝗌 𝖫𝖾𝖻𝖾𝗇 𝖽𝖺𝗓𝗐𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇𝗄𝗈𝗆𝗆𝗍? 𝖶𝖺𝗌 𝗁𝗂𝗅𝖿𝗍 𝖽𝗂𝗋, 𝗐𝗂𝖾𝖽𝖾𝗋 𝗓𝗎 𝖽𝗂𝗋 𝗌𝖾𝗅𝖻𝗌𝗍 𝗓𝗎𝗋ü𝖼𝗄𝗓𝗎𝖿𝗂𝗇𝖽𝖾𝗇?


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